Das Wort "Advent" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ankunft". Es geht um die Ankunft von Jesus. Wir werden uns auf drei Arten seines Kommens konzentrieren:
- Geburt von Jesus in Bethlehem
Vor etwa 2.000 Jahren kam unser Gott in Gestalt eines kleinen Kindes in Bethlehem auf die Welt. Er, der alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen hat, nahm die Gestalt eines einfachen Menschen an. Er wurde Mensch, indem er von der Jungfrau Maria geboren wurde. Jedes Jahr aufs Neue betrachten wir das Wunder der Geburt unseres Gottes in einem ärmlichen Stall. Und wir beten um ein immer besseres Verständnis dieses Geheimnisses.
2 Die Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit
Der Bibel zufolge sagte Jesus, er werde am Ende der Zeit auf die Erde zurückkehren. Diesem Ereignis werden große Naturkatastrophen vorausgehen. Wer an Jesus glaubt, braucht das Ende der Welt nicht zu fürchten, denn der Herr hat uns versprochen: "Erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe!" Wir müssen uns auf die Wiederkunft des Herrn freuen, denn er wird das Böse endgültig besiegen und sein Reich aufrichten. Und wir werden für unseren Glauben belohnt werden.
- Die Ankunft von Jesus in meinem Leben
Zwischen dem ersten Kommen Jesu und dem zweiten Kommen am Ende der Zeiten findet das persönliche Kommen Christi im Leben der Menschen statt. Dies geschieht vor allem in den Sakramenten, insbesondere im Heiligen Abendmahl. Jesus kommt täglich in der Heiligen Messe zu uns. Wir sollten ihn oft in der heiligen Kommunion empfangen. Aber auch in der Beichte begegnen wir Jesus, der uns unsere Sünden vergibt. Jesus begegnet uns auch in seinem Wort. Die Heilige Schrift ist sein Wort, durch das er uns unterweist. Und Jesus begegnet uns auch in der Gemeinschaft der Gläubigen. So sollte jeder am Aufbau der Kirche beteiligt sein.
Hier sind also drei Perspektiven auf das Kommen Jesu, die wir in dieser Adventszeit betrachten:
- Geburt von Jesus in Bethlehem
- die Wiederkehr Jesu am Ende der Zeit und
- das Kommen von Jesus in meinem eigenen Leben.
Es gibt einige Symbole, die uns geistig durch diese Zeit helfen.
1. Symbol: Adventskranz
Es ist ein runder Kranz aus Zweigen. Die grüne Farbe spiegelt die Hoffnung auf neues Leben wider. Der Kreis hat weder Anfang noch Ende. Er erinnert uns an die göttliche Natur von Jesus, der der ewige Gott ist. Das allmähliche Anzünden der 4 Kerzen auf dem Kranz symbolisiert das Licht. Je näher der Herr kommt, desto heller wird es in der Welt und in unseren Herzen.
2. Symbol: die Massen von Rorate
Es handelt sich um sehr frühe Messen, bei denen das Licht in der Kirche ausgeschaltet wird und nur Kerzen brennen. Das frühe Aufstehen ist ein Zeichen für unsere Bereitschaft, dem Ruf Jesu zu folgen: "Wachet und betet!" Der Name "Rorate" stammt von dem vom Priester gesungenen Eröffnungslied, das den Propheten Jesaja zitiert: "Sprühe, o Himmel, von oben, und lass die Wolken Wahrheit ausgießen" Jesaja 48,5 So betete der Prophet vor 2.600 Jahren für das Kommen des Erlösers. Und wir schließen uns seinem Ruf an. Diese Messen sind sehr stimmungsvoll und öffnen unsere Herzen für Weihnachten. In unserer Pfarrei werden die Rorate-Messen am Dienstag und Freitag um 7.00 Uhr gefeiert.
3. Symbol: Hochfest der Unbefleckten Empfängnis
Am 8. Dezember feiern wir das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis. Dieses Jahr wird es auf Montag, den 9. Dezember, verlegt. Maria ist für uns ein Vorbild in ihrer Bereitschaft, dem Ruf Gottes zu folgen. Ihr Herz war vom ersten Augenblick der Empfängnis an völlig rein von aller Sünde. An diesem Tag bitten wir auch für uns selbst um ein reines und offenes Herz.
4 Fastenkalender
Unsere Pfarrei hat einen Kalender, der uns zu täglichem Gebet, guten Taten und Fasten aufruft. Er soll uns helfen, uns mit konkreten Handlungen auf das Fest vorzubereiten. Er ist wie folgt aufgebaut:
Sonntags beten wir vor der Messe den Rosenkranz.
Wir verzichten montags auf Süßigkeiten.
Am Dienstag schalten wir den Fernseher aus.
Am Mittwoch versuchen wir, ohne Internet zu leben.
Am Donnerstag tun wir etwas Gutes für unsere Mitmenschen.
Am Freitag fasten wir.
Am Samstag beten wir als Familie.
Wichtig ist auch die Teilnahme an den Gedenkfeiern der Gemeinden am 14. und 15. Dezember.
